Vom Riffelriß ins Höllental

Gestern hatte ich unerwartet einen freien Tag und da Simone arbeiten musste, entschied ich mich zu einer neuen Tour. Mir wurde die Route über die Riffelscharte mal empfohlen, also: Los geht’s!
Anreise
Da ich mein Wagen nicht vor der Haustür hatte, nutzte ich ausschließlich die öffentlichen Verkehrsmittel. Von Murnau nach Garmisch kostet es (Bahncard 50) € 3,10 und mit der Zugspitzbahn zur Haltestelle Riffelriß € 12,00. Die Fahrzeit betrug anderthalb Stunden (mit dem Auto plus Wochenendstau in Oberau dauert es länger!).
Aufstieg
An der Haltestelle Riffelriß ausgestiegen, orientiert man sich gleich über die Gleise Richtung Felswand. Dort findet man dann auch den Wegweiser zur Riffelscharte. Anfangs läuft man einen Bergpfad in niedrigem Holz bis man das Schotterfeld erreicht. Dieser Teil ist meiner Meinung nach der anstrengendste. Zwei Meter vor, einen Meter zurück. Am besten hat sich für mich herausgestellt direkt an der senkrechten Wand zu laufen (Helm auf!). Die rechte Hand kann sich am Fels festhalten und hochziehen, während die linke mit dem Stock unterstützt. So kam man besser voran. 🙂 In der Wand befinden sich bereits Befestigungen für ein Stahlseil. Wenn dieses mal gelegt ist, sollte dieser Abschnitt leichter gehen.
Am Ende stößt man auf einen Klettersteig, Stufe A. Eine Sicherung ist aus meiner Sicht nicht notwendig. Wer sich nicht ganz sicher ist, kann sich aber bis hoch zur Riffelscharte sichern.
Oben angekommen hat man einen herrlichen Blick zum Eibsee UND ins Höllental UND zur Zugspitze. Ich wollte jedoch noch etwas höher und bin zur Südlichen Riffelspitze. Diese ist NICHT gesichert und man MUSS schwindelfrei und trittsicher sein, denn nach Norden geht eine senkrechte Wand ein „paar“ Meter ab. Von der Haltestelle bis zur Spitze habe ich zwei Stunden gebraucht. Auf der Südlichen Riffelspitze steht nur ein Gipfelkreuz aus Ästen. Selbstgebastelt!
 Abstieg
Beim Abstieg zur Riffelscharte merkt man, warum man schwindelfrei sein muss. 😉
Von der Riffelscharte bis zur Höllentalangerhütte geht es nur noch bergab. Teile des Weges sind mit Stahlseil gesichert. Man hat eine wunderbare Sicht auf Geologie vom Höllental bis zur Zugspitze, inklusive Wasserfall.
Nach anderthalb Stunden erreichte ich die Höllentalangerhütte und trank erstmal ein alkoholfreies Weißbier (die haben Paulaner 😉 ).
Den Rückweg zum Bahnhof Hammersbach wählte ich durch die Höllentalklamm (€ 4,00). Nach insgesamt fünf Stunden saß ich wieder in der Zugspitzbahn Richtung Garmisch (€ 2,90). Zug nach Murnau und dann Entspannung!

 

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